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Freitag, 21. September 2012

Nervenzusammenbruch whatever?

Ich liege auf der flauschigen, hellblauen Decke und versuche, den Entspannungsübungen zu folgen. 'Spannen Sie ihre Arme an. Spannung halten... Und wieder locker lassen. Spüren Sie das angenehme Gefühl der Entspannung...'
Da ist aber keine Entspannung. In mir ist nur Anspannung, ich fühle mich wie eine tickende Zeitbombe. Und die Übung hat erst angefangen. Ich muss noch mindestens 10 Minuten ruhig auf meiner Decke liegen bleiben.
Ich gebe das Entspannen auf und wackle ungeduldig mit den Füßen. Spanne meinen Bauch so fest an, wie ich kann. Das ekelhafte Gefühl in mir wächst immer weiter.
Ich kratze leicht an meinen Händen herum, beginne, mir die Haare zu raufen, werde immer unruhiger.

Als es endlich vorbei ist renne ich die Treppen hinauf, auch wenn ich das eigentlich nicht darf. Ich warte, bis eine Pflegerin kommt. Leider kommen erstmal die Tränen.
Sie bittet mich, in meinem Zimmer zu warten.
Ich werfe mich auf mein Bett, lasse die Tränen laufen. Das Gefühl wird unerträglich. Ich kratze meine Arme, spüre nichts. Bin wie vernebelt.
Die Pflegerin kommt endlich rein, ich versuche, ihr zu erklären, dass ich nicht weiß, was ich tun soll. Ich habe Angst, zu zerplatzen.
Sie legt mir eine Hand auf den Rücken, spricht leise mit mir, bis ich sie irgendwann spüren kann. Bis ich meine blutenden Arme spüren kann.
Ich bin zurück.

Und ich weiß nichtmal, wieso dieser Zustand wiedergekommen ist. Ich hatte ihn so lange nicht mehr.

Es ist alles so schwer...

Kommentare:

  1. oh liebes :( ich wünsche mir so sehr für dich, dass alles endlich bald besseer wird ! :( ich drück dir ganz ganz fest die daumen ! :*

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  2. Ich glaub ganz stark an dich! Halte durch :*

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  3. du kannst nicht entspannen, weil du dich innerlich dagegen wehrst. Wenn man anfängt sich auf etwas einzulassen, anfängt zu reflektieren geht es ans eingemachte und da kommen Sachen zum Vorschein, die man jahrelang verdrängt hat. Das macht dir (unbewusst) Angst, weil es dich mit Dingen konfrontiert, vor denen du geflüchtet bist, u.a. in die Essstörung,Ritzen...Teil der Therapie ist es sich dieser Angst zu stellen, sich damit auseinanderzusetzen, zuzulassen und Wege zu finden in Krisensituationen anders zu reagieren. Entspannung, zu sich selbst finden, seine Bedürfnisse wahrzunehmen etc... sind alles Sachen die man lernen kann. Der Weg ist lang, schwierig aber er lohnt sich. Glaub an dich selbst! Viel Glück

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  4. Das Origami Projekt geht sozusagen etwas nach dem Prinzip des Butterfly Projects. Wir werden an jedem erfolgreichen Tag einen Origami Vogel falten & ihn uns an die Decke hängen. So lange bis wir 100 Stück
    haben. Wenn wir an einem Tag versagen müssen wir alle Origamis zerreißen, was ziemlich ärgerlich wär & würden sie somit 'töten'. Da wir das den armen Dingern ja nicht antun wollen, sind wir also praktisch dazu gezwungen uns an unsere Essenspläne zuhalten.Das einzige wo die Strafe ausgeschloßen wird: Zwang. Wenn man aus Zwang, wie zum Beispiel essen gehen mit der Familie oder so ungesundes zu sich nehmen muss, zählt das nicht.

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