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Montag, 19. November 2012

Chili

Ich sitze auf meinem Klinikbett, den Laptop auf dem Schoß. Höre Sia auf Dauerschleife, fresse mich durch die Geschichten auf euren Blogs und die verlorenen Bilder auf Weheartit.
Mein Kopf voller Gedanken, mein Bauch voller Steine. Enttäuschung im Herzen.
Es hilft nichts. Ich finde keine Ruhe.
Auf dem Boden neben dem Bett liegt eine Plastiktüte von Müller, mein 'Notfallkoffer'. Ich greife nach den Chilischoten. Muss noch einmal in den Speiseraum, um die Packung aufzuschneiden, meine Schere wurde mir schon lange entwendet.
Zurück auf meinem Bett beiße ich ein winziges Stück der kleinen, roten Schote ab und muss erstmal Husten. Angst steigt in mir auf, ich kann dieses ekelhafte Gefühl nicht stoppen, mein Mund brennt- und dann tut es gut. Ich mag das Gefühl und koste es aus. Als es aufhört, will ich es wieder und beiße noch einmal ab, dann ein drittes Mal. Der Husten wird unerträglich, ich spüre, wie mein Mageninhalt nach draußen drängt.
Zum Glück geht das schnell wieder vorbei und der süße Schmerz ist das Einzige, was zurückbleibt.
Trotzdem hole ich mir noch eine Milch mit viel Kaba. Essen ist immer da. Essen lässt mich nie allein. Essen füllt die Leere. Essen beschäftigt mich. Essen ist mein bester Freund.

Und morgen ist der letzte Tag hier. Dann muss ich wieder nach Hause.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

Kommentare:

  1. Ich hoffe einfach so sehr, dass du weiterhin stark bleibst, dass du's schaffst! Ich wünsche dir das Beste!♥

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  2. Ich würd dich manchmal so gern in den Arm nehmen....
    ich hoffe so das es nach der Klinik aufwärts geht! Das mit deinen Eltern (letzter Post) tut mnir so Leid:(
    Bitte vegiss nicht das es auch Menschen gibt denen du wirklich wichtig bist! <3

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